Was bedeutet »Depot« beim Wein?

Ähnlich dem Weinstein, handelt es sich beim Depot um ganz natürliche Ablagerungen, die vor allen Dingen im Zuge der Flaschenreife in Rotweinen entstehen können. Es bildet sich aus Verbindungen bzw. Verkettungen von Farbstoffen des Rotweines und den Gerbstoffen, bis diese so schwer sind, dass sie sich nicht mehr gelöst im Wein aufhalten können, aber auch aus Weinstein. Je farbintensiver und gerbstoffreicher ein Rotwein ist, desto eher neigt er im Verlauf seiner Flaschenreife zur Bildung eines Depots.

 

Das Depot bildet sich je nach Rebsorte und Herkunft zu unterschiedlichen Zeitpunkten, und auch in unterschiedlicher Beschaffenheit. Manches Depot wirkt sehr flockig, manches wiederum sehr feinkörnig oder sandig. Bei australischen Rotweinen aus Cabernet Sauvignon oder Shiraz ist es mitunter so fein, dass es einen regelrechten Belag in der Flasche bildet. Das Depot ist gesundheitlich natürlich völlig unbedenklich, handelt es sich hierbei doch um Inhaltsstoffe, die zuvor gelöst im Wein vorhanden waren. Wegen der Konzentration im besonderen Maß von Gerbstoffen ist vom Genuss indes abzuraten. Flaschen mit Depotbildung sollten daher sehr vorsichtig gehandhabt werden, um jenes eben nicht aufzuwirbeln.