»Auf ein Glas« mit Thierry Rodriguez

»Auf ein Glas« mit Thierry Rodriguez

In unserer Reihe »Auf ein Glas« stellen wir Ihnen interessante Persönlichkeiten aus der Welt der Weine und Kulinarik vor. Heute kommt Thierry Rodriguez vom französischen Weingut Mas Gabinele zu Wort.

 

1. Mein Weg zum Wein war … bereits früh begann ich in den Weibergen meiner Großeltern zu arbeiten. Zu dieser Zeit waren die Arbeitskonditionen und die Qualität der Weine im Languedoc nicht wünschenswert. Deshalb brachten mich meine Eltern dazu Wirtschaft zu studieren und nicht den gleichen Fehler, wie sie zu machen. Aus diesen Gründen haben Sie mich von der Arbeit in den Weinbergen ausgeschlossen. Jedoch kehrte ich zu dieser Arbeit zurück, als ich 40 Jahre alt war. Meine ersten Weinberge kaufte ich 1997. Heute genau 20 Jahre später sind meine Weinberge 20 Hektar groß.

 

2. Was trinken Sie, wenn Sie keinen Wein trinken? Viel Wasser und puren Kaffee.

 

3. Mein erster Wein, an den ich mich erinnern kann, istes war Wein aus der Lage Béziers, der von der Winzerkooperation »Puimisson« stammte. Meine Großeltern waren Mitglieder dieser Kooperation und bekamen monatlich 30 Liter Rotwein (durchschnittlicher Qualität). Infolgedessen durfte ich bereits mit zwölf Jahren Wein verdünnt mit Wasser kosten.

 

4. Mein Lieblingsessen ist… und dazu trinke ich am liebsten… gegrillter Lobster zusammen mit einem trockenem Weißwein.

 

5. Als Aperitif wähle ich immer…einen trockenen, aromatischen und fruchtigen Weißwein, wie zum Beispiel Chardonnay, Maccabeu, Grenache Gris oder Vermentino.

 

6. Das Beste nach einer Weinverkostung ist… ein gutes Essen zusammen mit Freunden, im Winter neben einer Feuerstelle.

 

7. Mein schlimmster Weinmoment war… der Hagelsturm am 08.06.2015, als ich von einer Reise in Dänemark zurückkehrte. Der Hagelsturm zerstörte ca. 30-50% meiner Weinberge, wie eine Szene aus einem Alptraum. Die Weinberge waren verwüstet, die Blätter lagen auf dem Boden und das Holz wurde von den Hagelkörnern gekürzt.

 

8. Mit diesem Menschen würde ich gerne mal einen Wein trinken: Jules Guyot, ein Professor, der 1860 schrieb: »Die große Kunst, guten Wein zu machen, ist primitive Einfachheit«.

 

9. Mein letzter Schluck vor dem Weltuntergang sollte … sein: Ein Schluck eines schwerzugänglichen Rotweins »Mas Gabinele 2013«, welcher zu meinen schönsten Erflogen zählt.

 

10. Überhaupt nicht zu Wein passt… unhöfliche Menschen.

 

11. Das macht unseren Wein besonders: Meine Weine sind besonders, da ich es auch bin.